Behandlung

 

Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, ein gutes Ergebnis, ein glückliches Ende – alles hängt davon ab, wie gut wir uns aufeinander einstellen können.

Grundlagen

In der täglichen Beobachtung ihrer Kinder sind Sie, die Eltern, häufig die ersten, die eine abweichende Entwicklung feststellen. Kindergärten oder Schulen reflektieren zusätzlich, wie sich unsere Schützlinge im sozialen Umfeld verhalten, wie sie sich im Vergleich zu anderen gleichaltrigen Kindern entwickeln.

Nicht immer ist eine fördernde Maßnahme notwendig. Aber Sie sollten unbedingt Gewissheit haben, dass es Ihrem Kind gut geht.

Hier zeigen wir Ihnen Wege auf, um diese Gewissheit zu erlangen. Und vielleicht auch, welche Wege Sie gehen müssen, um eine notwendige Maßnahme finanziert zu bekommen.

Verfahren


1. Kontaktaufnahme der Eltern mit dem zuständigen Gesundheitsamt (siehe dazu Seite „Ansprechpartner“)

2. Erstgespräch mit allen Betroffenen durch eine Sozialpädagogin des Gesundheitsamtes

3. Antragstellung der Eltern beim Landkreis (für unseren Wirkungskreis: Diepholz oder Vechta) auf Kostenübernahme der Maßnahme

4. Ärztliche Untersuchung durch das Diagnostikteam, bestehend aus einer Ärztin, einer Logopädin, einer Physiotherapeutin und ggf. einer Psychologin beim zuständigen Gesundheitsamt

5. Information und Auswahl der Eltern einer ortsnahen Frühförderstelle (z. B. Heilpädagogen)
6. Diagnose und Maßnahmenbestimmung durch die zuständigen Ärzte des Gesundheitsamtes

7. Empfehlung über die Dauer und den Umfang der Maßnahme an den Kostenträger

8. Genehmigung der Maßnahme und Information an die Eltern durch den Kostenträger

9. Terminkoordination zum Start der Maßnahme mit der ausgewählten Heilpädagogin

Ansprechpartner

Für Anfragen zu Ihrer persönlichen Situation sind im Kreis Diepholz folgende Personen zuständig:

Auch wir stehen Ihnen gerne beratend zur Verfügung und unterstützen Sie, wenn Behördengänge für Sie keine Routine sind. Bitte sprechen Sie uns an. Wir bieten dafür Zeit und Raum.

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Gesetze


Das für die Genehmigung einer Frühförderungsmaßnahme gültige Regelwerk ist das Sozialgesetzbuch. Sicher ist es für Sie keine Hilfestellung, dieses Gesetz in seiner Komplexität und Detailtiefe zu lesen. Für Ihr Verständnis haben wir darum einen wichtigen Passus und kleine Ergänzungen herausgenommen.

Nach der Prüfung auf Übernahme und Feststellung der Notwendigkeit der Maßnahme durch eine amtsärztliche Untersuchung gilt entsprechend des Sozialgesetzbuches (SGB) folgende Regelung:
Die Kosten der ambulanten Behandlung Ihres Kindes werden im Rahmen der Eingliederungshilfe gemäß §§ 53, 54 Sozialgesetzbuch XII (SGBXII) in der zurzeit gültigen Fassung in Verbindung mit den §§ 55, 56 Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) übernommen. Die Abrechnung der anfallenden Kosten erfolgt unmittelbar zwischen dem Landkreis und dem Anbieter (z.B. der Heilpädagogin) nach der zurzeit gültigen Entgeltvereinbarung.
Sollte die Ihrem Kind zu teil werdende Förderung eine Maßnahme im Sinne des § 92 Abs. 1 SGB XII darstellen, entfällt die Kostenbeteiligung der Eltern. Besteht eine Erfordernis zur Verlängerung der Maßnahme, so muss diese
6 Wochen vor Ende der Kostenanerkenntnis im Rahmen eines Verlängerungsantrages beim Gesundheitsamt eingereicht werden. Dem Antrag muss ein Entwicklungsbericht der Frühförderstelle (z.B. der Heilpädogogin) hinzugefügt werden.

Weitere Details und Fragen lassen sich am ehesten im Gespräch mit uns bzw. mit den Kolleginnen vom Gesundheitsamt klären. Nutzen Sie die Möglichkeit der sachlichen Information – zum Wohle Ihres Kindes.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!


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